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Freitag, Juli 13, 2007

// isch bin ene mönning

Nachforschngen über die Entstehung des Namen "Mönning"


Zum Anfang möchte ich darauf hinweisen , daß die Zeit von 1100n. Chr. Bis zum 14.Jahrhundert erforscht wurden von Herrn Alfred Mönning, Thingstraße17, 4300 Essen. Dieser hat auch bei der Landesarchiven in Köln und Münster die Familienwappen herausgefunden. Ich habe bei meinem Besuch im Kreisarchiv Warendorf von Herrn Dr. Schneider die Richtigkeit überprüfen lassen.
Er konnte Feststellen , daß unser Wappem in der Wappenliste des Landes enthalten ist und somit von uns geführt werden darf. Doch nun zur Geschichte : Um 1100 n.Chr. wurde von Benediktinermönchen das Kloster Corvey bei Höxter gegründet. Dieses Kloster hat sich wohl sehr schnell erweitert, denn bereits im Jahr 1120 n.Chr. haben Mönche aus Corvey den Ort "Curia Munichuson"lat. also Mönchsort gegründet. Dieser Ort heißt heute Mönninghausen und gehört zur Stadt Geseke. Die Ländereien wurden dem "Ritter Henneke von Munichuson" durch Papsturkunde von 1154 und 1184 n.Chr. von Papst Lucius bestätigt.

Doch schnell kam es wohl zu Streitigkeiten , denn 1205-12166 übertrug der Abt Thetmar das Amt Mönninghausen dem Ritter Albert von Störmede als erbliches Amtslehen , nachdem Gottschalk von Mönninghausen wegen Mißbräuche des Amtes abgesetzt worden war. Aus dem Ort Mönninghausen zogen dann wohl unsere Ur -Ur- Ur- Ur- Vorfahren hauptsächlich ins Münsterland , ins Emsland und ins übrige Westfalen und wurden genannt Monachuse /Mönch) Münnich- von Monichen- Müneke - de Mönnich- Münk - Mönning. So gab es im Jahr 1993 nach dem Buch Heritage International weltweit 255 Mönningfamilien, davon 1 in England, 87 in den USA und 167 in Deutschland, alle wohnhaft in Nordrhein Westfalen. Doch zurück zu den Mönchen, denn nach der Aufhebung des Liesborner Nonnenkonvents im Jahre 1130 Wurde das Kloster Liesborn eine Benediktinerabtei. Von hier ging nicht nur die kirchliche, sondern auch die weltweite Macht aus. I m Jahr 1492 versagte de Bischof dem Liesborner Konvent die Bestätigung , da gröbste Verstöße gegen die Regeln der des hl. Benedikt vorlagen. Etliche Mönche mußten das Kloster verlassen , gründeten landwirtschaftliche Kotten und waren aber dem Kloster Abgabepflichten.

So ist dann wohl während dieser Zeit unser Ur- Ur- Ur- Ur-Hof entstanden, denn im Kreisarchiv Warendorf ist eine Abgabeliste vorhanden aus dem Jahre 1498, wonach der Brinksitzer Münnich aus Liesborn ein Kirchenhuhn an das Kloster Liesborn abzugeben hatten.


Mönninghausen im 19. Jahrhundert

- die Hudegemeinschaft

- Haus- und Hofstellen und ihre Namensentwicklung


Die Hudegemeinschaft


Schon bei der Gründung von Mönninghausen hatte man die Höfe und Hausstellen an den Rand der zur Hellwegebene gehörenden Lehmböden gebaut, während nördlich davon das wesentlich niedrigere Bruch lag. Dieser Bereich war deshalb häufiger Überschwemmungen ausgesetzt. Die Trennlinie war im Nordwesten des Dorfes nicht so interessant, weil die dornigen Sandböden zur damaligen Zeit wenig ertragreich waren. Diese Linie führte an den nördlichen Häusern der Corveyer Str. und des Brandenbaumer Weges vorbei. Die dortigen Häuser lagen am Damm und werden noch heute „Die Dammecke" genannt. In dem Buch „Das Lippeamt Boke" beschreibt Dr. Tönsmeyer den Verlauf der Jagdschnade am 5. November 1704. Sie wurde wie folgt festgelegt: „Von der Mühle am Brantenbaum in Garfein durch den Möncher (Mönninghauser) Damm über die Vogelstange durch die Kükenstraße auf den Hof Harke um die Öchtringhäuser Kämpe vor den Laubusch". Auch einige Familien bezogen ihren Namen darauf, so z. B. „Dammhaus" (später Dunker-Meyer) und das Haus „Wiehendamm" (später Lecke-Berkemeier). Die Trennlinie führte dann etwa 100 Meter an der Kirche nach Osten weiter und südlich am Hof Peitz-Vöhteich vorbei. Dort und Ackerfluren lagen also südlich und das Bruch nördlich von die­ser Linie. Das Feld stand mit vielen Einzelparzellen im Eigentum der Dorteingesessenen und wurde ackerbaulich genutzt. Hier wurde erst um 1870 separiert, das heißt zusammengelegt. Zu dieser Zeit gab es in diesem Bereich auch Waldflächen. Zentren waren im Bereich Klebolte und rechts vom Hörreweg, Heubrenken genannt, der sich über die Landstraße nach Bönninghausen bis in die Pleiten erstreckte. (Der Weg von Mönninghausen zur Bönninghäuser Mühle wurde früher immer Oesternweg genannt.) Die letzten Reste davon sind „Gerwins Busch" und einige Baumgruppen mit Eichen. Ein dritter Waldbereich lag südwestlich des Dorfes vor und hinter der Bahn, die erst nach 1850 in Betrieb genommen wurde. Der jetzige Westenfeldweg wurde immer „Lohbuschweg" genannt.

Das Bruch wurde von der Hudegemeinschaft (Hütegemeinschaft = Weidegemeinschaft) - manchmal auch einfach „Gemeinheit" genannt - als Weideland bewirtschaftet. Die vom damaligen Gemeinderechner Kattendick erstellten Mitgliederlisten belegen, dass um 1823 einschließlich des Pastorats, der Vikarie und der Küsterstelle etwa 180 Kühe von 75 Kuhhaltern in der Gemeinschaft gehalten wurden. Da die Zahl der Hof- und Hausstellen in vielen Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts unter 80 lag, kann man davon ausgehen, dass fast alle Familien an der Gemeinschaft beteiligt waren. Aus der oben genannten Mitgliederliste ergibt sich folgende Verteilung der Kuhzahlen: 1 Hofstelle mit 8 Kühen, 1 mit 6, 6 mit 5, 11 mit 4, 9 mit 3, 18 mit 2 Kühen und 25 Hofstellen mit 1 Kuh.Die Verwaltung war Angelegenheit der Gemeinde. Am 27. Juli 1847 heißt es im Protokoll der Gemeindevertretung: „[...] wurde vorgetragen, daß es mit dem hiesigen Zuchtochsen gefährlich sei, diesen mehr auf die Weide gehen zu lassen, indem mir am 26. diesen Monats durch den Flurschützen vom Hirten angezeigt wurde, selben bei Lebensgefahr nicht mehr hüte. Sämtliche Anwesenden gaben dazu ihre Einwilligung und beschlossen, diesen zu verkaufen und einen neuen zu beschaffen." Gemeindevertreter waren zu dieser Zeit: Vorsteher Hagedorn, Heinrich Bierkamp, Pankrath König, Heinrich Jakob, Heinrich Niermann und Rötz. Im Januar 1849 heißt es im Gemeindeprotokoll: „Auf dem sogenannten Milgegeplatz der Gemeinde Mönninghausen stehen mehrere Weiden und Pappeln, die im Wachsthum' nicht mehr zunehmen und zum größten Teil abgestohlen werden. Es wurde hierüber beschlossen, diese zum Besten der Gemeinde zu verkaufen." Der Ausdruck „Milgeplatz" bedeutet „Melkeplatz". Nach einer anderen Überlieferung wurde dieser Platz, der am Dorfrand lag, auch „Neoneplatz" (Neone = Ruhe) genannt.

Die Gemeindevertretung beschloss am 9. April 1853 „[...] den Flurschützen zu entlassen, weil er seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen ist und die ärgsten Hudefrevel hat stattfinden lassen. Ferner hat er die Fahrgeleise nicht geebnet." Als Nachfolger wurde Heinrich Thewes bezeichnet. Er wurde herbeigeholt und nahm das Amt „vorläufig auf ein Jahr" an. Im Jahre 1854 bekam Thewes wegen seines Diensteifers 4 Thaler Zulage, im Ganzen jetzt 24 Thaler.

Nachdem im Jahre 1816 unsere Heimat zu Preußen gekommen war, wurden umfangreiche Reformen mit dem Ziel der Privatisierung der Allgemeinhuden (auch Spezialteilung genannt) in Gang gesetzt. Das galt somit auch für das Mönninghäuser Bruch. Der erste Schritt war die Markenteilung. Neben den Mönninghäusern hatten auch die Freiherren von Hörde, der Graf von Bochoitz und die „Bennighäuser" Huderechte. Der Freiherr von Hörde und der Graf von Bochoitz (später die Freiherren von Ketteler) bekamen den östlichen Teil des Bruches, genannt die „Riämsken Wiesen" (abgeleitet aus Schwarzenrabenschen Wiesen"). Der Bönninghausener Anteil lag am Planweg vom Vitusweg nach Runig bzw. südlich des Bruchweges bis zum Hof Peitz-Vöhteich. Ein Rest des früheren Bönninghäuser Triftweges (Viehtreibweg) ist heute noch erhalten. Es ist der Grasweg, der etwa 200 Meter westlich vor der Einfahrt des Vitusweges nach Peitz-Vöhteich nach Norden zu den Bönninghäuser Flächen führt.Die endgültige Zuweisung der Flächen an die Hudegenossen erfolgte Ende der 50er Jahre des 19. Jahrhunderts. Die Größe der Flächen richtete sich nach der Anzahl der Tiere, die in die Hudegemeinschaft eingebracht wurden bzw. die man im Winter durchfüttern konnte. So bekamen die Halter pro Kuh 4 bis 5 Morgen Weide zugeteilt, je nach Bodenqualität, die von Osten nach Westen schlechter wurde. Nordwestlich des Schützenplatzes behielt die Gemeinde etwa 25 Morgen als „Gemeindegliedervermögen" zurück, um „Neusiedlern" mit 2 Morgen Zuteilung eine kleine Viehhaltung zu ermöglichen. Diese Flächen wurden erst um 1936 als Eigentum im Grundbuch über­tragen.

Nachdem auch die Separation der Feldflächen nach dem Rezess von 1872 in Mönninghausen und auch in den umliegenden Ortschaften abgeschlossen wurde, war eine Bewirtschaftungsstruktur ge­schaffen worden, die dann fast 100 Jahre gehalten hat.



Gründungsurkunde von Mönninghausen



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