// Internet Heute

Mittwoch, Oktober 31, 2007

// DREISTE ABZOCKE DER STADT KÖLN

Köln- Nach EXPRESS-Report - Stadt tauscht die Schilder aus!

Nächste Falle: Schild rechts, aber nicht links – wo der Autofahrer aber beim Einfädeln hinschaut.
Foto: Käsmacher

Von OLIVER MEYER - für Express

Der EXPRESS-Bericht über die nicht legale Blitzanlage auf der Zoobrücke sorgte am Dienstag für Wirbel bei der Stadtverwaltung. Zwölf Stunden nach der Veröffentlichung wurden neue Schilder aufgestellt.

In einer zweiseitigen Stellungnahme erklärte die Stadt Köln am Dienstag, dass die Beschilderung des Starenkastens in Höhe Amsterdamer Straße rechtlich eindeutig sei. Und das, obwohl der ADAC festgestellt hatte, dass auf beiden Seiten Tempo-60-Schilder montiert sein müssten, um den Autofahrer frühzeitig auf die Geschwindigkeitsbegrenzung hinzuweisen. Denn die Verwaltungsvorschrift besagt, dass auf autobahnähnlichen Straßen eine beidseitige Beschilderung nötig sei. Die Stadt dagegen behauptet, dies sei nicht zwingend nötig.

Ein Sprecher: „Mit den aufgestellten Schildern wollen wir dem Autofahrer helfen, die Geschwindigkeitsbegrenzung einzuhalten. Es geht um Minderung der Unfälle, nicht um Abzocke.“

Wegen einer trotzdem zu erwartenden Klagewelle von geblitzten Autofahrern wurden am Dienstag aber dann doch zwei Schilder (60 Zentimeter Durchmesser) gegen zwei große (75 Zentimeter Durchmesser) ausgetauscht. Am linken Fahrbahnrand fehlt aber weiterhin ein Schild. Begründung: Der Mittelstreifen sei zu schmal, um ein Schild zu montieren. Zudem könnten Brummis es berühren und abreißen. Eine Schilderbrücke lehne man aufgrund der hohen Baukosten ab.

Damit aber nicht genug. Ford-Fahrer Peter Großmann (52) entdeckte einen weiteren Falschblitzer: „Wer vom Buchheimer Ring auf die Zoobrücke Richtung Innenstadt fährt, blickt auf dem Beschleunigungsstreifen natürlich nach links. Doch das versteckte Tempo-80-Schild steht rechts. Links steht gar keins, das kann doch nicht sein. Und da kann die Stadt sagen, was sie will. Aber sie lässt auswärtige Autofahrer durch eine schlechte Beschilderung in die Falle fahren. Das ist sehr wohl Abzocke.“ Möglich, dass auch dort am Mittwoch ein Bautrupp anrückt...

Was bisher geschah:

Köln- Zoobrücke - Die illegale Blitzer-Falle
Von OLIVER MEYER und PETER KÄSMACHER

Seit Montag zucken wieder Blitze auf der Zoobrücke. Von den fünf neuen Starenkäste sind drei scharf. Doch bald könnte es eine Klagewelle gegen eine der Blitzanlagen geben. Denn sie ist eine fiese Blitzfalle.

BMW-Fahrer Peter Schütz (43) fuhr mit exakt 80 km/h von Gummersbach kommend über die Zoobrücke. Kurz vor der Inneren Kanalstraße erwischte es ihn doch. Obwohl er vorschriftsmäßig fuhr – glaubte er zumindest. Denn er hatte nicht mitbekommen, dass beim letzten Blitzer statt 80 plötzlich nur noch 60 km/h gilt.

„50 Meter vor der Blitzanlage steht rechts in zwei Meter Höhe ein einziges Tempo-60-Schild. Das konnte ich aber nicht sehen, weil ich in der Mitte fuhr und rechts neben mir ein Brummi war. Ich hatte so keinen Hinweis auf Tempo 60“, sagt Schütz.

EXPRESS machte den Test. Ergebnis: Der Autofahrer hat Recht. Während vor allen anderen Starenkästen sowohl am rechten wie am linken Fahrbahnrand Schilder stehen, steht dort nur eins. Das zweite Schild zehn Meter vor dem Blitzkasten ist ebenso unsinnig wie die auf die Fahrbahn gepinselten 60-Zeichen – etwa 50 Zentimeter vor den Mess-Sensoren im Boden. Kommt auch noch Regen oder aufgewirbelte Gischt hinzu, sieht der Autofahrer von all dem nichts.

ADAC-Sprecherin Jacqueline Gründwald: „Laut der Verwaltungsverordnung, die das Aufstellen von Verkehrszeichen regelt, darf das so nicht sein. Da muss nachgebessert werden. Die Vorschrift besagt, dass der durchschnittliche Autofahrer mit einem raschen und flüchtigen Blick Schilder erkennen können muss. Auf autobahnähnlichen Strecken wie der Zoobrücke sind zudem auf beiden Seiten Schilder vorgeschrieben. Erst recht, wenn diese durch höhere Fahrzeuge verdeckt werden können.“

Bis dort die Beschilderung vorschriftsmäßig ist, dürften geblitzte Autofahrer gute Chancen haben, sollten sie Klage gegen einen Bußgeldbescheid oder gar Fahrverbot erheben.


Bilder der Blitzen:
Wenn man schnell genug fährt kann man sich nun hier sein eigenes "Verkehrs-Daumenkino" erstellen - die Preise variieren, je nachdem wie schnell man über die Induktuionslinien fährt!
(Gibt es nicht irgendwelche Gesetzlichkeiten, die eine derart dreiste "Blitzstrecke" verbieten? Das Schlimme an der Geschichte ist, das die Bullen sich auch noch MOBIL an den bekannten Stellen platzieren, um somit noch mehr abzocken zu können. - Fucking Polizeistaat!).


Die Blitze Höhe Frankfurter Straße: In dieser 80er Zone wird ab Montag geblitzt!
Foto: Wand


Auf der Waldecker Straße gilt Tempo 80.
Foto: Wand


Wer auf der Amsterdamer Straße schneller als Tempo 60 fährt, wird geblitzt.
Foto: Wand


Höhe Auenweg steht auf der Zoobrücke dieser Blitzer. Weil die Statik besondere Anforderungen hat, wird die Anlage Mitte November mit einem speziellen Verfahren geeicht und direkt in Betrieb genommen.
Foto: Wand


Auf der Abbiegespur zur Rheinuferstraße knallt es oft. Diese Anlage geht ebenfalls Mitte November in Betrieb.
Foto: Wand


Das einzige Schild 50 Meter vor der Blitze hängt nur auf der rechten Fahrbahnseite – und dazu noch viel zu tief.
Foto: Peter Käsmacher

Dienstag, Oktober 30, 2007

// Wo Twens von Jugend schwärmen

Der 13. Februar 1996 war für viele Mädchen im Teenager-Alter ein rabenschwarzer Tag. Die bis dahin wohl erfolgreichste Boygroup der Welt gab ihre Trennung bekannt. Notfallhotlines wurden damals eingerichtet, um die Trauer zu lindern.

Mehr als zehn Jahre später sind alle Tränen getrocknet: „Take That“ ist zurück. Gestern war Auftakt der Deutschland-Tournee in der fast ausverkauften Kölnarena. Nach dem Comeback der Gründungsmitglieder Gary Barlow, Mark Owen, Jason Orange und Howard Donald im vergangenen Jahr hatten die Künstler vorige Woche in Wien ihre „Beautiful World Tour 2007“ gestartet - allerdings ohne Robbie Williams, den ehemaligen Fünften.

Große Wiedersehensfreude auf beiden Seiten in Köln, selbst wenn das britische Quartett nicht vollzählig auf der Bühne auftauchte. Bandmitglied Howard Donald hatte sich nämlich bei einer Tanz-Einlage eine Brustverletzung zugezogen und musste nach seiner Absage in Wien jetzt auch den Kölner Fans einen Korb geben. Das verbliebene Trio gab eine Mischung aus alten und neuen Hits zum Besten.

Die unfreiwillige Verkleinerung von „Take That“ tat der Stimmung keinen Abbruch. Zwar fliegen und wirbeln die Mittdreißiger nicht mehr ganz so elastisch über die Bühne. Dafür seien ihre Stimme jetzt reifer und klangvoller, finden die Fans. Doch nicht nur „Take That“ selbst sind älter geworden. Die Teenager-Fans von einst sind mittlerweile auch mindestens 25 Jahre alt und aus dem Kreisch-Alter heraus. Zwar versammelten sich einige Fans schon nachmittags vor dem Hyatt Hotel, wo sich die Band einquartiert hatte, oder warteten vor der Kölnarena auf ihre Idole. Dies aber brav in „vernünftig warmen Pullis“, damit ihnen unter der Regenschutzplane nicht kalt würde. Und als wollten sie an diesem Abend ein Kapitel ihres Lebens abhaken, sagten viele Besucherinnen rückschauend: „Take That gehört einfach zu meiner Jugend dazu.“

Zapp und ich war auch da - hier die Fotos:





































// Kirche rollt unbeschadet ins Ziel ein



Borna - Nach ihrer neuntägigen, spektakulären Reise wird die Heuersdorfer Emmaus-Kirche am Mittwoch (31. Oktober, etwa 14.00 Uhr) an ihrem neuen Standort auf dem Martin-Luther-Platz in Borna bei Leipzig erwartet. Das komplette Gotteshaus war in den vergangenen Tagen mit einem Spezial-Transporter über eine Strecke von zwölf Kilometern von Heuersdorf nach Borna transportiert worden. Während der Reise musste der fast 1000 Tonnen schwere Tross zwei Flüsse sowie Bahnübergänge, enge Straßen und mehrere Hochspannungsleitungen überwinden. Das Spektakel war stets von zahlreichen Schaulustigen begleitet worden, die teilweise auch die Vorbereitungsarbeiten für den Transport behinderten.

"Die Fahrzeuge kommen wegen der vielen Menschen nicht durch", sagte die Sprecherin der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft (Mibrag), Angelika Diesener. Am Transport und der Stabilisierung der Kirche waren nach ihren Angaben insgesamt 40 Firmen beteiligt.

Der mindestens drei Millionen Euro teure Umzug der Kirche war nötig geworden, da Heuersdorf trotz jahrelangen Widerstandes seiner Einwohner wegen der unter dem Ort lagernden Braunkohlevorkommen demnächst weggebaggert wird. Die Kirchengemeinde als Eigentümerin hatte sich für eine Umsetzung der Kirche und gegen eine Entschädigung durch die Mibrag entschieden. Zu Ostern 2008 soll das romanische Bauwerk aus dem Jahr 1258 mit einem Gottesdienst am neuen Standort wieder eingeweiht werden. (ddp)

Quelle: Stadtanzeiger Köln

Bilder:











Sonntag, Oktober 28, 2007

// fc - paderborn NUR 2:1

Köln feiert schmeichelhaften Sieg

Der 1. FC Köln hält dank Milivoje Novakovic Anschluss an die Aufstiegsränge in der 2. Bundesliga. Der Serbe erzielte beide Treffer des dreimaligen deutschen Meisters zum mühsamen 2:1 (1:0)-Pflichtsieg gegen Schlusslicht SC Paderborn, das weiter auf den ersten Saisonsieg wartet. Sechs Tage nach dem 2:2 im Derby bei Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach musste Köln bis zur 89. Minute warten, ehe Novakovic mit seinem neunten Saisontreffer den fünften Saisonsieg unter Dach und Fach brachte. Der 1. FC Köln hat heute sein Heimspiel gegen den SC Paderborn vor 41.000 Zuschauern im RheinEnergieStadion mit 2:1 gewonnen und hat damit in den letzten drei Spielen sieben Punkte geholt. Matchwinner dieser Partie: Milivoje Novakovic mit den zwei Toren.

Auftakt nach Maß

Der FC erwischte einen Auftakt nach Maß und ging schon nach vier Minuten in Führung. Ümit Özat war hellwach, erkämpfte sich den Ball mit einer Grätsche, ging noch ein paar Schritte und spielte dann eine präzise Flanke an den Fünfmeterraum, wo Torjäger Milivoje Novakovic zur Stelle war und den Ball zum 1:0 über die Linie drückte.

Großchance

Der FC bemühte sich direkt nachzulegen und beinahe hätte es nur wenige Minuten später schon wieder im Tor des Ex-Kölners Alexander Bade eingeschlagen. Dieses Mal war es eine Flanke von der rechten Seite, wieder stand Novakovic im Fünfmeterraum frei, dieses Mal zielte er aber rechts am Tor vorbei.

Zweimal Aluminium

In der Folgezeit zog der FC sich dann aber etwas zurück, ließ Paderborn kommen und lauerte auf Konter. Diese Taktik wäre aber beinahe nach hinten losgegangen. Schon in der 32. Minute hatten die Geißböcke Glück, als Matthias Scherz bei einem Abwehrversuch das Lattenkreuz des FC-Tors traf und zehn Minuten später rettete dann erneut Aluminium, als David Siradze mit einem Kopfball die Latte traf. So ging es mit der knappen 1:0-Führung in die Kabine.

Ausgleich

FC-Coach Christoph Daum wechselte in der Pause nicht aus, Holger Fach brachte Timo Röttger für Nebojsa Krupnikovic und kurz darauf Nils Döring für Thomas Kläsener. Und der eingewechselte Döring war es dann auch, der in der 51. Minute den Ausgleich erzielte. Nach einer hereingabe von der rechten Seite, die zweimal verlängert wurde, stand er am langen Pfosten frei und schob zum 1:1 ein.

FC-Chancen

Der FC tat sich gegen die massive Gäste-Abwehr schwer, kam aber dennoch zu einigen guten Möglichkeiten. Die beste hatte Patrick Helmes, der nur zwei Minuten nach dem Ausgleich eine schöne Flanke von Roda Antar direkt nahm und nur knapp über die Latte schoss. Erfreulich zudem, nach langer Verletzungspause wurde Nemanja Vucicevic in der 63. Minute für Maynor Suazo eingewechselt.

Zweimal Bade

Danach konnten sich die Gäste immer wieder Chancen erarbeiten, entweder war Faryd Mondragon aber auf dem Posten oder Ball ging am Tor vorbei. Zwölf Minuten vor dem Ende leitete der FC dann die Schlussoffensive ein. Erst scheiterte Novakovic an Torwart Bade und kurz darauf war es wieder der Paderborner Schlussmann, der mit einer Glanzparade gegen einen Kopfball von Kevin McKenna rettete.

Entscheidung durch Novakovic

Bis zur 89. Minute mussten die FC-Fans dann zittern, ehe Novakovic sie erlöste. Eine Flanke wurde von einem Abwehrspieler noch abgefälscht und der Torjäger blieb frei vor Bade eiskalt und verwandelte zum umjubelten 2:1. Der FC feierte damit einen wichtigen Heimsieg und hat nun aus den letzten drei Spielen sieben Punkte geholt.

Statistik:
1. FC Köln: Mondragon - Nickenig, McKenna, Mohamad, Ümit Özat - Suazo (63. Vucicevic) - Antar - Scherz - Helmes, Novakovic, Chihi (70. Ehret)

SC Paderborn 07: Bade - Fall, Djurisic, Kläsener, de Graef - Gouiffe à Goufan, Sinkala - Krupnikovic - Schüßler, Koen (82. Löbe) - Siradze

Tore: 1:0 Novakovic (4.), 1:1 Döring (50.), 2:1 Novakovic (89.)

Zuschauer: 41.000

Schiedsrichter: Rafati

Gelbe Karten: McKenna, Nickenig/Röttger, Koen

Quellen:
Bundesliga
FC Köln

Links:
Stimmen zum Spiel
Interview mit Christoph Daum (Video)

Freitag, Oktober 26, 2007

// Coca Cola - Die Geschichte eines Softdrinks



Die wichtigsten Zutaten für einen 25 Milliarden Dollar-schweren Industriezweig sind Wasser, Zucker und Kohlensäure. Höchstmoderne Abfüllanlagen versorgen die Amerikaner mit über 50 Milliarden Litern der leckeren Soft Drinks in verschiedensten Geschmacksrichtungen, gezuckert oder light, mit oder ohne Koffein, in Dosen oder Literflaschen. Eines aber haben all diese Getränke gemeinsam: Sie werden dank einer genialen Marketingstrategie auf der ganzen Welt milliardenfach verkauft. Inspiriert von Mineralwassern mit heilender Wirkung und weiterentwickelt von Kleinstadt-Apothekern, ist die Geschichte der Soft Drinks eine Geschichte von Einfallsreichtum, Ehrgeiz und unstillbarem Durst nach Profit.

// HOUSING - Where Do You Wanna Live Today

The newest trend right now - HOUSING - mobile homes are upcoming - the question for their owners: "Where do I want to live today?" - NYC, Frisco, L.A. or Seattle - no problem - Just Move!!!

Brown University House Move Providence, RI:


Harvard Law School house moving:


Moving the Schubert Theatre:

Donnerstag, Oktober 25, 2007

// Nackt statt Blue: Saturn will mit Erotik punkten

Ab sofort hat "Geiz ist geil" ausgedient. Anfang der Woche lagen noch die letzten Beileger mit dem berühmten Saturn-Claim in den Tageszeitungen, doch ab Donnerstag startet die neue Kampagne des Elektronikkonzerns offiziell.



Spot-Preview: Das erste Saturn-Commercial mit Veronika Hugo.
(Video läuft nicht? Klick hier!)



Bereits im Vorfeld kündigte eine Teaserkampagne den neuen Claim an, der seit vergangenem Sonntag endlich auch der breiten Öffentlichkeit verkündet wurde. "Das Motto 'Wir lieben Technik! Wir hassen teuer!'" fungiert als Klammer, die beide Facetten des Saturn-Angebots verbindet: die faszinierende Technikwelt und die preisaggressiven Angebote der Saturn-Märkte", sagt Constantin Karloff, Geschäftsführer Kreation der neuen Saturn-Agentur Scholz & Friends dem "Handelsblatt". Karloff, der früher vor Jung von Matt tätig war, hatte bei der Hamburger Agentur auch schon den "Geiz ist geil"-Claim erfunden, als der Etat noch bei Jung von Matt lag.

"Der Zeitgeist hat sich geändert", sagt Roland Weise, Geschäftsführer der Media-Saturn-Holding. nach Ansicht des Unternehmens geht er jetzt verstärkt Richtung Markenwelt, Einkaufserlebnis udn Servicequalität.
Lange Zeit war nicht klar, ob sich der Claim wirklich ändern wird. Mti der neuen Kampagne hat Saturn jetzt nicht nur die berühmten drei Worte ausgetauscht, auch das Testimonial Blue wurde durch die südamerikansiche Schauspielerin Veronika Hugo ersetzt. Sie soll mehr Weiblichkeit und weniger Kühle kommunizieren. 500 Millionen Euro gibt Saturn für seine Werbung jedes Jahr aus.

Was vorher geschah:
Saturn: Neuer Claim, neue Titelfigur

Der Werbeslogan "Geiz ist geil" hat ausgedient. In Zukunft wirbt Saturn mit dem Claim "Wir lieben Technik. Wir hassen teuer" (Agentur: Scholz & Friends, Berlin). Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung", die mit Roland Weise ein Interview geführt hat. Weise ist Geschäftsführer der Media-Saturn-Holding.

Die Kunden, sagt Weise, geben wieder mehr Geld aus. "Als wir die Kampagne vor fünf Jahren gestartet haben, war die deutsche Wirtschaft noch in einer völlig anderen Verfassung. In solch schwierigen Zeiten hat der Kunde zuallererst auf den Preis geschaut.", sagt Weise der "FAS.". "Geiz ist geil" sei die erfolgreichste Saturn-Kampagne aller Zeiten gewesen

Für die neue Kampagne, die Scholz & Friends am Sonntag mit einem TV-Teaser einleitet, hat Saturn auch die Titelfigur ausgetauscht. "Veronika Hugo strahlt nicht mehr diese Kühle aus: Sie wirkt sinnlicher und trotzdem Technologie affin", so Weise. Insgesamt will Media-Saturn im laufenden Jahr etwa eine halbe Milliarde Euro für Werbung ausgeben.

Mittwoch, Oktober 24, 2007

// McDonald's startet weltweite Öko-Kampagne

Unter dem doppeldeutigen Claim "Bee Good to the Planet" launcht McDonald's seine globale HappyMeal-Promotion, die den Kinostart des Dream-Works-Streifens "Bee Movie" begleitet.


Die animierten Figuren aus dem Spielfilm tauchen auch im TV-Spot auf.

In den Vereinigten Staaten beginnt der Roll-out am 26.Oktober. Bis zum Jahresende soll die Kampagne weltweit zu sehen sein. Mit der Aktion will McDonald‘s Kinder dazu auffordern, die Natur zu erkunden und zu bewahren. In der Online-Community können Kids so genannte „Öko-Gelöbnisse“ ablegen, in denen sie sich zu umweltfreundlichen Taten verpflichten.

Die Umweltschutzorganisation Conservation International, die seit 1990 mit McDonald‘s kooperiert, gibt darüber hinaus Tipps zum richtigen Verhalten. Außerdem spendet McDonald‘s für Projekte, die zur Erhaltung von Bienenvölkern in Südafrika und Mexiko beitragen.

Bereits zum zweiten Mal arbeitet McDonald‘s mit Dream-Works zusammen. Die Promotion zum Film "Shrek III" nutzte der Burgerbrater im Frühjahr zur größten Werbekampagne für Gemüse, Salat, Milch und Obst. Auch jetzt serviert McDonald‘s – je nach Land – neue gesunde Produkte. Die Biene Barry B. Benson, die die Menschen wegen des Raubs von Honig verklagt, ist die Hauptfigur des "Bee Movie". Die Stimme verleiht ihr der US-Komiker Jerry Seinfeld. Aus dem Animationsfilm entstand auch der neue globale Werbespot.
BEE MOVIE - Das Honigkomplott

Dienstag, Oktober 23, 2007

// motion pictures

Montag, Oktober 22, 2007

// Derby-Punkt in Unterzahl erkämpft

Der 1. FC Köln hat im 75. Rheinischen Derby gegen Borussia Mönchengladbach 2:2-Unentschieden gespielt und somit einen weiteren Auswärtspunkt eingefahren. Vor 54.067 Zuschauern im ausverkauften Borussia-Park brachte Oliver Neuville (57.) die "Fohlen" zunächst in Führung. Nach einem Doppelschlag von Youssef Mohamad und Patrick Helmes (60./62.) gelang den nach einem Platzverweis gegen Aleksandar Mitreski mit einem Mann mehr spielenden Gladbachern aber noch der Ausgleich durch Filip Daems (65.).

Munterer Beginn

Die Startphase der Partie lebte mehr von leidenschaftlichen Zweikämpfen und der großartigen Derby-Atmosphäre als von gefährlichen Torchancen. Die erste gute Möglichkeit hatten dann die Gastgeber aus Mönchengladbach, deren Stürmer Rob Friend in der achten Spielminute nach einer Flanke von rechts knapp am Kölner Tor vorbeiköpfte.

Dichte Abwehrreihen

Die nächste Viertelstunde prägten die Abwehrreihen beider Mannschaften. Die Gladbacher waren aktiver, wurden jedoch immer wieder von der FC-Defensive neutralisiert. Ebenso erging es den "Roten" bei ihren sich immer wieder bietenden Kontermöglichkeiten. Die sehenswerteste Spielzug dieser Phase war eine lange, überraschende Flanke von Ümit Özat auf Patrick Helmes (19.), den der Linienrichter bei dieser Aktion jedoch im Abseits sah.


Wilde drei Minuten


Die ersten drei Minuten der Schlussviertelstunde hatten es dann in sich. Zunächst landete ein Drehschuss von Helmes (32.) aus dem Strafraum nur knapp über dem Kasten. Im Gegenzug musste Kevin McKenna dann am eigenen Sechzehner gegen Marko Marin klären, dessen anschließender Freistoß jedoch in der Kölner Mauer landete. Danach waren Möglichkeiten Mangelware, Großchancen nicht vorhanden, und so ging es mit einem leistungsgerechten 0:0 in die Pause.



Führung für die "Fohlen"

Nach dem Seitenwechsel drehten zunächst die Gladbacher auf und erarbeiteten sich einige gute Torchancen. In der 55. Minute flog ein abgefälschter Schuss des Gladbachers Sascha Rösler auf den rechten Winkel und zwang Faryd Mondragon zu einer Flugeinlage, bei der sich der Kolumbianer leicht verletzte und behandelt werden musste. Nach der anschließenden Ecke köpfte Rösler auf den langen Pfosten, an dem Nationalstürmer Oliver Neuville (57.) zum 1:0 einschoss.

Ausgleich und Gelb-Rot

Doch davon ließ sich der FC nicht beeindrucken. Zunächst verpasste Milivoje Novakovic nur knapp eine gute Flanke von Helmes (59.), nur eine Minute verwandelte Mohamad dann aber eine gute Freistoß-Flanke von Adil Chihi zum 1:1-Ausgleich, dem allerdings ein Schock für alle "Kölschen" folgte, als Aleksandar Mitreski in der 61. Minute die Gelb-Rote Karte sah.



Helmes-Konter zum 2:1

Umso überraschender war die Antwort des FC auf diesen Platzverweis. Nach nur einer Minute mit zehn Mann schickte Novakovic einen langen Ball für Helmes auf die Reise, an dem zunächst ein Gladbacher Abwehspieler vorbeirutschte, dann aber doch den Nationalspieler erreichte, welcher von rechts kommend ganz abgeklärt zum 2:1 in die lange Ecke traf (62.).


Erneuter Ausgleich


Doch die Freude währte nicht lange. Die Hausherren gingen wütend in die Offensive und wurden nur drei Minuten später mit dem Ausgleich belohnt. Nach einem Eckball rettete Mondragon am Fünfmeter-Raum zunächst gegen Friend, war gegen den Nachschuss von Filip Daems (65.) dann aber machtlos - 2:2.

Heiße Schlussphase

Darauf folgte eine heiße Schlussphase mit Vorteilen für die mit einem Mann mehr spielenden Gladbacher. Für den FC scheiterte zunächst Helmes (70.) mit einem Schuss aus kurzer Distanz, dann musste Mondragon einen Versuch von Neuville (73.) und einen strammen Freistoß von Rösler (82.) aus etwa 25 Metern klären. Am Ende konnten sich die vielen mitgereisten Kölner dann über einen verdienten Punktgewinn freuen und feierten die Mannschaft lautstark nach dem Abpfiff.

Wilde Horde 96:
Derbytime! Das einzig wahre rheinische Derby ging gegen die Bauern an diesem Montagabend im ostholländischen Feindesland über die Bühne. Um die 8.000 Kölner wollten es sich dabei nicht nehmen lassen, den Erzfeind in seinem eigenen Stadion nieder zu singen. Dieser versuchte anfangs mit einer einem Derby unwürdigen Choreographie zu überzeugen, was im späteren Verlauf mit zwei weiteren Spruchbändern erweitert wurde. Danke jedenfalls für die Werbung!

Im Gästeblock konnte man neben pyrotechnischen Erzeugnissen an verschiedenen Ecken insgesamt 25 mittlere Schwenker, sowie einige Doppelhalter und Fahnen von uns und teils von den Boyz begutachten. Danach konnte das 75. Derby seinen lauf nehmen, welches in der ersten Halbzeit für beide Mannschaften eher schleppend begann. Da sich beide Parteien nix schenkten, aber auch nichts besonderes zeigten, ging es nach 45 Minuten torlos in die Kabinen. Bis dahin war die Lautstärke im Gästeblock zwar nicht schlecht, aber für ein Derby definitiv zu leise. Ebenso allerdings auch die Heimkurve, die man nicht mal am Anfang des Spiels hören konnte. Nach dem Wiederanpfiff ging es zunächst weiter wie es aufgehört hatte, bis die Gastgeber dann in der 57. Minute zum 1:0 treffen konnten und man so das erste Mal zumindest kurzfristig die Heimkurve lauter hören durfte. Wenige Spielminuten später wurde diese allerdings wieder zum schweigen gebracht als Mohamad zum 1:1 Ausgleich treffen konnte und somit die mitgereisten Kölner das Stadion zum beben brachten. Die Ernüchterung folgte zugleich als Mitreski in der 61. Minute die gelb-rote Karte sah. Umso überraschender war es, als kurze Zeit später zum 2:1 für den FC getroffen wurde und der jetzt lautstark überlegende Gästeblock sich nun im absoluten Freudentaumel befand. Doch die hektischste Phase des Spiels wollte kein Ende nehmen, so dass die Gastgeber leider doch noch zum 2:2 kamen, was zeitgleich auch den Endstand bedeutete. Das 75. Derby hatte so eine heiße Phase von gut 15 Minuten, war letztendlich aber doch eher durch Kampf wie durch Technik geprägt.



Auch auf den Rängen und bei den Geschehnissen rund ums Stadion konnte man nur zeitweise von einem rheinischen Derby sprechen. Trotzdem konnte Köln an diesem Tag in fast allen Bereichen zeigen was seine Fanszene wert ist, und wer letztendlich dem Erzfeind überlegen ist. Dazu einen Punkt geholt, der sicher der Moral der Mannschaft gut tut, jedoch den Abstand zum Aufstiegsplatz nicht bedeutend verringert.


Gladbach - FC 2:2 (0:0)

Statistik:
Bor. M'gladbach: Heimeroth - Levels, Brouwers, Daems, Voigt - Paauwe - Ndjeng, Marin - Rösler - Neuville, Friend

1. FC Köln: Mondragon - Mitreski, McKenna, Mohamad, Özat - Antar (77. Broich), Suazo - Scherz (90. Matip), Chihi (64. Ehret) - Helmes, Novakovic

Tore: 1:0 Neuville (57.), 1:1 Mohamad (60.), 1:2 Helmes (62.), 2:2 Daems (65.)

Zuschauer: 54.067 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Kinhöfer (ARSCH)

Gelbe Karten: Daems/McKenna, Helmes, Scherz

Gelb-Rote Karte: -/Mitreski (61.)

Freitag, Oktober 19, 2007

// der dönersong!!!








// 1. FC Köln - Hans Schäfer wird 80

Hans Schäfer: Eine Legende wird 80
Er ist Weltmeister, zweifacher Deutscher Meister und „Fußballer des Jahres“.

Hans Schäfer ist eine lebende deutsche Legende und das Kölner Fußballidol schlechthin. Am Freitag, 19. Oktober 2007, feiert Schäfer seinen 80. Geburtstag – Grund genug für eine ausführliche Würdigung.


Hans Schäfer macht sich gerne rar – großen Rummel um seine Person mag er nicht. Am deutlichsten wurde dies, als er 2004 die vielen Einladungen anlässlich des Jubiläums des „Wunder von Bern“ und der gleichnamigen Filmpremiere gänzlich ablehnte. Es drängt ihn nicht und Nichts in die Öffentlichkeit. Hans Schäfer ist aber weder menschenscheu noch arrogant. Alle paar Tage schaut er am Geißbockheim oder in der FC-Verwaltung bei „seinem“ FC vorbei. Schäfer geht über den Flur, grüßt vom Praktikanten bis zum Geschäftsführer jeden Mitarbeiter, nickt freundlich in alle Büros und ist für jeden ansprechbar. Hans Schäfer spielt dabei keine Rolle – er gibt nicht den Weltmeister, der menschlich geblieben ist, er ist es einfach. Als in der Vorsaison im GeißbockSpezial ausgerechnet er bei der Auflistung der FC-Nationalspieler vergessen wurde, reagierte Schäfer selbst ganz locker: „Ich habe gedacht, ihr wolltet Papier sparen“, war seine Antwort, als die Redaktion zerknirscht bei ihm anrief.

Ein außergewöhnliches Talent

Geboren wurde Johann Schäfer, wie sein richtiger Name eigentlich lautet, am 19. Oktober 1927 in Köln-Sülz. Aufgewachsen ist er allerdings im Stadtteil Zollstock, wo seine Eltern einen eigenen Frisörsalon betrieben. Sein Vater Hugo brachte Hans 1937 zum DJK Rheinland Zollstock (später Rot-Weiß Zollstock) wo man schnell das außergewöhnliche Talent des Linksfußes entdeckte und förderte. Nach dem Besuch der Volks- und Mittelschule absolvierte Schäfer eine Frisörlehre im elterlichen Geschäft, im Zweiten Weltkrieg machte man ihn im Alter von 16 Jahren noch zum Flakhelfer. Nach dem Krieg, den er unbeschadet überstand, kehrte Hans Schäfer zu seinem alten Club nach Zollstock zurück und spielte dort für die erste Mannschaft. Schnell sprach sich in der Kölner Fußballszene herum, welch erstklassiger Akteur auf dem linken Flügel der Zollstocker wirbelte. Am intensivsten bemühte sich die Spielvereinigung Sülz 07 um seine Dienste. Aus verständlichen Gründen wollten die Zollstocker ihren besten Spieler aber nicht ziehen lassen und da bei einem Wechsel innerhalb der britischen Besatzungszone eine einjährige Spielsperre gedroht hätte, wechselte Schäfer zunächst in die amerikanische Zone zum hessischen VfB Volkmarsen. Schäfer blieb im Spielbetrieb und wechselte auf den Tag genau ein Jahr später wieder zurück in die Heimat – zum 1. FC Köln, der mittlerweile durch die Fusion von Sülz 07 und dem KBC entstanden war.

Wechsel zum FC, Debüt in der Nationalelf

Sein Debüt für den FC feierte er am 6. August 1948 beim Freundschaftsspiel in Wuppertal gegen den WSV (2:2). Auf Anhieb sicherte sich Schäfer einen Stammplatz in der Mannschaft von Spielertrainer Hennes Weisweiler und ein knappes Jahr später konnte er mit dem 1. FC Köln den ersten großen Erfolg feiern: Nach missglücktem Anlauf im Vorjahr gelang der ersehnte Aufstieg in die Oberliga West – der FC und Hans Schäfer waren erstklassig. Auch in der neuen Spielklasse etablierte sich „de Knoll“, so sein Spitzname bei Teamkollegen und Fans, als Spitzenspieler. 1953 wurde er mit 26 Treffern erstmals Torschützenkönig der Oberliga West, zog mit dem FC in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft ein und wurde Westdeutscher Pokalsieger. Schon zuvor, am 9. November 1952, gab der Kölner Linksaußen seine Premiere in der Deutschen Nationalmannschaft. Es wurde ein traumhaftes Debüt: Beim 5:1 gegen die Schweiz durfte Schäfer neben Fritz Walter stürmen, er erzielte zwei Tore und nahm von nun an einen besonderen Platz in Herbergers berühmtem Notizbuch ein.

„Der beste Linksaußen der Welt.“

Dass Schäfer beim 1. FC Köln so glänzen konnte, hatte neben seinen eigenen Fähigkeiten noch einen weiteren Grund: Mit der Verpflichtung von Jupp Röhrig im Sommer 1950 hatte man Schäfer einen kongenialen Partner an die Seite gestellt, mit dem er sich ideal ergänzte. Röhrig, der technisch versierte, elegante Spielmacher, servierte Schäfer die Bälle maßgerecht und dieser verwertete sie mit verblüffender Sicherheit. Zehn Jahre lang sollte das Traumpaar Röhrig/Schäfer die gegnerischen Abwehrreihen durcheinander bringen. Dabei war Schäfer kein „sturer“ Linksaußen, der nur auf seiner Position „klebte“, sondern ein kampfstarker Offensivantreiber, der immer wieder ins Sturmzentrum drängte. In der Spielzeit 1953/1954 wurde der 1. FC Köln erstmals Westdeutscher Meister – auch dank der erneuten 26 Saisontore von Schäfer. Dieser fuhr anschließend zur WM-Endrunde in die Schweiz und kehrte als einer der „Helden von Bern“ zurück. Tausende Kölner bereiteten ihm bei der Rückkehr in seine Heimatstadt einen unvergessenen Empfang und die internationale Presse feierte ihn als „besten Linksaußen der Welt.“

Der FC wird mit Hans Schäfer Deutscher Meister

Auch beruflich lief es rund bei Hans Schäfer. Zunächst in der Parfümerieabteilung des Kaufhof beschäftigt, machte er sich 1956 selbständig und eröffnete in Köln-Lindenthal eine Tankstelle. Es war ihm wichtig, sich für die Zeit nach der aktiven Karriere eine Existenz aufzubauen. Aus diesem Grund trat er auch, nachdem er die Deutsche Elf als Kapitän ins WM-Turnier 1958 geführt hatte, 1959 aus der Nationalelf zurück, um mehr Zeit für sein Geschäft zu haben. Beim 1. FC Köln trug er, von der Linksaußenposition mittlerweile erfolgreich auf die des Halbstürmers gewechselt, ab 1958 ebenfalls die Kapitänsbinde. Mit dem FC feierte er in den kommenden Jahren große Erfolge. Neben vier Westdeutschen Meisterschaften (1960-1963) und einem verlorenen Finale um die Deutsche Meisterschaft gegen den HSV (1960), gelang am 12. Mai 1962 der ganz große Wurf: Nach einem überragenden 4:0 im Endspiel gegen Titelverteidiger 1. FC Nürnberg wurden die Kölner erstmals Deutscher Meister.

Ende der aktiven Karriere 1965

Hans Schäfer und sein väterlicher Vertrauter Franz Kremer waren endlich am ganz großen Ziel angelangt. Sepp Herberger holte den FC-Kapitän folgerichtig nach fast zweijähriger Abstinenz wieder in die DFB-Auswahl zurück. Hans Schäfer war der erste Deutsche Nationalspieler, der an drei Weltmeisterschaften teilnahm – nach der WM 1962 in Chile trat er dann aber endgültig aus der Nationalmannschaft zurück. Dessen ungeachtet wählte ihn die deutsche Sportpresse 1963 zu Deutschlands Fußballer des Jahres. 1964 dann der letzte Höhepunkt in Schäfers eindrucksvoller Karriere: Der 1. FC Köln wurde der erste Deutsche Meister der neu gegründeten Bundesliga. Im stolzen Fußballeralter von 37 Jahren beendete der Publikumsliebling im Sommer 1965 endgültig seine aktive Karriere. Von 1965 bis 1969 fungierte Hans Schäfer dann als Trainerassistent und Team-Betreuer, unter anderem gewann er zusammen mit Cheftrainer Willi Multhaup 1968 den DFB-Pokal. Anschließend zog er sich vom Fußball zurück und kümmerte sich nun ganz um seine geliebte Familie und um seine Geschäfte. Inzwischen war Schäfer auch in den Geschenkartikelvertrieb des 1967 verstorbenen Präsidenten Franz Kremer eingestiegen.

Ein echter „kölscher Jung“, der sagt was er denkt, authentisch und ehrlich ist.

Obwohl Schäfers Karriereende bereits mehr als vier Jahrzehnte her ist, lieben ihn die FC-Fans bis heute. Die Glorifizierung des „Wunders von Bern“ hat hierzu sicher einen nicht unerheblichen Beitrag geleistet, in erster Linie liegt es aber in der Person Hans Schäfer begründet, dass er in Köln bis heute so bekannt und beliebt ist. Schäfer war und ist ein echter „kölscher Jung“, der sagt was er denkt, authentisch und ehrlich ist. Sein einzigartiges Spiel, die berühmten „Bombenschüsse“ oder seine unvergesslichen Scherenschlagrückzieher brachten vor Jahrzehnten die Stadionbesucher in Verzückung. Und wenn Schäfer heute im kleinen Kreis von den alten Zeiten erzählt, und zwar so, wie es wirklich war, kleben alte und junge Zuhörer an seinen Lippen. Schäfer selbst lebt aber nicht in der Vergangenheit, sondern im Hier und Jetzt. Er nimmt immer noch Anteil am Geschehen rund um den 1. FC Köln und besucht regelmäßig die Heimspiele im RheinEnergieStadion. Und wenn es um den FC geht, dann macht er auch mal eine Ausnahme und nimmt an einem öffentlichen Termin teil und repräsentiert seinen Club. Eine Interview-Anfrage der FC-Redaktion im Rahmen des Spiels gegen des SC Freiburg lehnte er allerdings in seiner typischen Art höflich ab: „Nä Jung, nit vürm Spill, do bin ich zo opgeräg .“ Am nächsten Tag erschien er dann aber natürlich pflichtbewusst in der Redaktion…

Herzlichen Glückwunsch Hans!!!

Links:
Originalartikel
„22 Fragen an Hans Schäfer“
Fotogalerie „Bilder einer Fußball-Legende“
Glückwunschvideo der Weggefährten
 

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