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Montag, Oktober 01, 2007

// frustrierte fans

Pöbel-Empfang am Geißbockheim


Köln – Sonntag, 18.50 Uhr. Als die FC-Versager nach ihrer Rückkehr aus Frankfurt am Geißbockheim vorfuhren, waren sie auf dem Parkplatz nicht alleine. Einige enttäuschte Fans machten ihrem Ärger nach der Schlappe der Daum-Elf Luft.

Derbe Beschimpfungen und Pöbeleien mussten sich die Verlierer beim Gang zu ihren PKWs anhören. Für Youssef Mohamad war das zuviel. „Dodo“ wehrte sich mit dem Stinkefinger – die Situation drohte zu eskalieren und handgreiflich zu werden! Erst das beherzte Schlichten von Torwarttrainer Holger Gehrke und Roda Antar („Die Leute waren einfach enttäuscht“) verhinderte eine Schlägerei.

Fassungslos auf der anderen Seite des Parkplatzes: Coach Christoph Daum. Nach zehn Minuten löste sich der Pulk wieder auf. Die Zunderstimmung aber bleibt… Derweil die Frage: Wo war am Sonntag eigentlich Thomas Broich? Der Mittelfeldspieler stand am Sonntag nicht im Kölner Kader – und saß auch nicht auf der Bank der Ratlosen. „Aus sportlichen Gründen“ - so die offizielle Verlautbarung des FC.

Was vorher geschah:

Frankfurt - Au, Wehen! Jetzt verliert der FC auch schon gegen krasse Außenseiter, Nobody-Klubs. Der SV Wehen Wiesbaden. Ein Verein aus einem Ortsteil mit 6700 Einwohnern. 500 Mitglieder, drei Fanklubs, keine bedeutende Vereinsgeschichte. Der 1. FC Köln - fast 36.000 Mitglieder, über 1000 Fanklubs, einst ruhmreich. Dieser 1. FC Köln liegt Anfang Oktober 2007 am Boden. Mal wieder.

Am Sonntag verlor der FC nach einer 2:0-Führung noch mit 3:4 beim Aufsteiger, wurde in nur sechseinhalb Minuten von einem Spieler namens Ronny König (erzielte einen Hattrick, siehe Bericht unten) abgeschossen. Au Wehen, was nun Herr Daum?

Äußerlich wirkte der als Star-Trainer geholte Daum nach dem Abpfiff gefasst. Innerlich wird es anders in ihm ausgesehen haben. Zehneinhalb Monate ist er im Amt. Zufrieden kann er nicht sein. Mit allem. Denn derzeit geht es nicht voran, sondern zurück. Keine Linie, keine Leidenschaft, keine Leistung. Der große Aufstiegsfavorit blamiert sich bundesweit.

Doch Daum gibt nicht auf. Sagt er. „Hören Sie auf“, raunzt er, „für den FC lohnt es sich Prügel einzustecken. Ich nehme es gerne in Kauf, an die Wand genagelt zu werden. Der FC ist für mich mehr als ein verlorenes Spiel oder eine schwierige Phase, die wir schon länger durchlaufen. Wir müssen jetzt Zusammenhalt zeigen.“

Vor der Partie hatten der Coach und Manager Michael Meier die Verbal-Keule herausgeholt. Sie drohten Spielern, die nicht mitziehen, mit Rauswurf. Davon gab es gestern einige. Wie sonst ist es zu erklären, dass man sich nach einer beruhigenden Führung bis auf die Knochen blamiert?

Schmeißt Daum jetzt einige Profis aus dem Team? Es könnte fast alle treffen. Außer Milivoje Novakovic. Der Torschütze vom Dienst (erzielte sein sechstes und siebtes Tor) spielte erneut stark und muss sich wie in einem schlechten Film vorgekommen sein.

„Das reicht nicht für die Zweite Liga und nicht für den 1. FC Köln. Ich spreche einigen die Qualität ab - ja. Einige müssen sich fragen, ob sie den richtigen Beruf und den richtigen Verein gewählt haben“, kritisierte Daum die Versager. Dabei waren es der Trainer und der Manager, die diese Spieler gewählt und für teures Geld verpflichtet und mit klasse-dotierten Verträgen ausgestattet haben...

QUELLE: EXPRESS

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