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Mittwoch, Januar 09, 2008

// Uri Geller

Uri Geller wurde am 20. Dezember 1946 in Tel Aviv (Israel) geboren und lebt heute in England. Seine Karriere begann er als Zauberkünstler. Hergovich (2001) berichtet, dass Geller während eines Engagements in Tel Aviv vom Theaterbesitzer dabei ertappt wurde, wie ihm sein Helfer Shipi Strang Zeichen aus dem Publikum gab. Während einer Fernsehaufnahme wurde von Skeptikern gefordert, dass die von ihm "mental" zu ermittelnden Wörter rückseitig auf die Tafel geschrieben werden, damit das Publikum sie nicht lesen kann, um so eine Mitteilung durch einen Helfer zu verhindern. Geller lehnte dies wütend ab und die Fernsehsendung wurde anschließend abgebrochen. Daraufhin wurde in der Jerusalem Post am 5. Oktober 1970 ein vernichtender Artikel über Geller geschrieben. Doch Geller trat weiterhin auf und wurde in den siebziger Jahren weltweit für das Verbiegen von Löffeln und Gabeln bekannt. James Randi berichtet über Geller (2001,S.137f):

"Sein Hauptanspruch auf Berühmtheit basiert auf seiner Fähigkeit, Löffel zu verbiegen, was ihm nach eigener Aussage allein durch die Kraft seiner Gedanken gelingt. (...) [Uri Geller] bereiste die Welt 1974 mit der Story, er verdanke seine Kräfte einem Planeten namens Hoova in einem anderen Sternensystem und habe sie von dort durch das UFO "IS" oder "Intelligence in the Sky" erhalten. Der unkritische Teil des Publikums verschlang all dieses Zeug, das sehr nach schlechter Science-Fiction klang, strömte zu seinen Vorstellungen und machte ihn unzweifelhaft zum charismatischsten und erfolgreichsten Mentalisten aller Zeiten."

30 Jahre nach seinem legendären Auftritt bei Wim Thoelkes ZDF-Quizsendung "3 x 9" war Uri Geller am 28. Januar 2004 zu Gast in Günter Jauchs Fernsehsendung "Stern TV". Dort verbog er Löffel, brachte angeblich kaputte Uhren zum Laufen u.v.m. Alles wie zu alten Zeiten. Am 14. November 2004 tratt er nun wieder in einer eigens produzierten Show bei RTL auf (Detaillierte Analyse der Uri Geller Show). Die Show war erwartungsgemäss völlig unkritisch und reine Unterhaltung. Am 17. November 2004 war der GWUP-Geschäftsführer Amardeo Sarma in Stern TV zum Thema "Hat Uri Geller also Psi-Fähigkeiten oder ist er lediglich ein Zauberkünstler?" zu Gast. Lesen Sie hier die ausführlichen Infos zu Uri Geller. Diese Auflistung an Erklärungen ist nicht vollständig, sie wird regelmässig ergänzt, jedoch ist es nicht möglich hier alle Tricks ausführlich zu beschreiben, es sei daher auf die unten aufgeführte Literatur verwiesen.

Wie erzielt er seine "paranormalen" Effekte?

Allgemein
  • Er legt sich im Voraus nicht fest, welchen Trick er genau wann anwenden wird. Er wirkt bei Auftritten meist sehr hektisch, springt von einer Stelle zum anderen und nutzt die unübersichtliche Situation geschickt aus, um in günstigen oder aufgrund des Blickwinkels schwer beobachtbaren Situationen einen passenden Trick anzuwenden - genauso wie es herkömmliche Zauberkünstler tun. Er nutzt also opportunistisch jede günstige Situation um einen Effekt herbeizuführen oder sich als "Vermittler" für besondere Kräfte anderer darzustellen.
  • Er bedient sich solcher Tricks, die in der konkreten Situation den besten Erfolg versprechen. Wenn das nicht geht, tut er auch mal gar nichts. Das ist ihm lieber, als Spuren zu hinterlassen und sich der Gefahr auszusetzen, womöglich als bloßer Trickzauberer entlarvt zu werden. Es gibt schon aus den 1970er Jahren Arbeiten [Marks/Kammann 1977]; die sein Vorgehen gut beschreiben (s. auch Randi 1982, Hergovich 2001).
  • Zauberkünstler benutzen gerne auch eingeweihte Helfer. Geller hat meist seinen Helfer Shipi Strang dabei, der im Hintergrund wirken kann und oft nicht so streng beobachtet wird. Auch ist für den Zuschauer nicht ersichtlich, welche Einflussmöglichkeiten Geller bspw. hinter den Kulissen hatte. Da dies meist völlig unbekannt und selten kontrolliert ist, haben professionelle Zauberkünstler viele Möglichkeiten der Manipulation.

Einige Tricks konnten sich Zauberkünstler sofort erklären, für andere sind im Laufe der Zeit mehrere Methoden gefunden worden. Einige seiner Tricks waren schon vor Gellers Auftritten im Profi-Repertoir vorhanden, andere sind inzwischen Standard in der Mentalmagie. Wie jeder Zauberkünstler hat Geller den Vorteil, dass die Erklärungen seiner Tricks der breiten Öffentlichkeit nicht bekannt sind. Im Folgenden gehen wir auf seine speziellen "Effekte" ein.

Das Bild eines Anderen nachzeichnen

Die Hauptmethode von Geller:
  • Geller ist mit einer anderen Person im Raum. Diese soll etwas Einfaches zeichnen und das Blatt dann in einem verschlossenen Umschlag aufbewahren. Geller gibt dann vor, die Zeichnung telepathisch zu empfangen und nachzuzeichnen. Tatsächlich dreht sich Geller während des Zeichnens weit genug um, um durch seine Finger hindurch sehen zu können, was die Person zeichnet. Diese bemerkt nicht, dass Geller hinsieht, denn sie kann nicht gleichzeitig auf ihre Zeichnung schauen und Geller kontrollieren. Das ist vermutlich der Trick, den Geller am 28.1.2004 bei Günther Jauch nutzte. Dieses Vorgehen ist auch gut in einer Sendung der Reihe Noel's Houseparty erkennbar, in der Geller mit versteckter Kamera aufgenommen wird und beim Hinschauen ertappt wurde.

So klappt es bei anderen Zauberkünstlern, und daher ist denkbar, dass Geller es manchmal auch so oder mit ähnlichen Methoden macht.
  • Geller findet eine Gelegenheit, nach dem Zeichnen an den verschlossenen Umschlag heranzukommen und dessen Inhalt zu inspizieren (siehe Marks/Kammann 1977).
  • Jemand zeichnet auf einem Block, Geller ist nicht dabei. Hier versucht Geller nachträglich an den Block zu kommen, um den Abdruck für eine Rekonstruktion zu nutzen. Hierzu kann man sich in der Literatur zur Mental-Zauberkunst informieren.

Löffelbiegen

Zum Verbiegen von Löffeln gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Geller auch nutzt:
  • Ein Löffel wird mehrfach vorgebogen, bis eine Sollbruchstelle entsteht. Diese Prozedur kann für Ungeübte lange dauern, aber mit einem weicheren Löffel kann man das in 10 Minuten schaffen. Dies wurde beispielsweise von Geller am Anfang der SternTV-Sendung (28.1.04) in einer Aufzeichnung aus London gezeigt. Diese Methode nutzt er nur, wenn er die Gelegenheit hat, einen Löffel für eine bestimmte Zeit zu entwenden, um ihn etwa in der Garderobe oder auf der Toilette zu präparieren.
  • Eine weitere Methode, die auch leicht erlernbar ist, ist der Biegegriff. Dazu braucht man nur einen kurzen Augenblick, während man die Zuschauer durch irgendetwas anderes ablenkt. Der Effekt wird dann oft erst später gezeigt, indem durch eine geschickte und langsame Sichtbarmachung des bereits gebogenen Löffels der Eindruck erweckt wird, der Löffel biege sich erst jetzt. Hierbei wird der Löffel im Gegensatz zum "Löffelbrechen" jedoch nur verbogen.

Quelle und weitere Infos (z.B. "Uhren zum Gehen bringen", "Kompass bewegen", diverse Klagen, weitere Videos,...)

Psychic Spoon Bender - Beispielvideo Löffelbiegen


Anleitung zum Löffelbiegen

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