// Internet Heute

Donnerstag, Mai 29, 2008

// 50. Jahrestag - Erstbesteigung - Mount Everest

50. Jahrestag der Erstbesteigung des Mount Everest



Der Mount Everest - Kurzfassung:

Der Mount Everest, auch Sagarmatha oder Chomolungma, ist mit 8.848 Metern über dem Meeresspiegel der höchste Berg der Erde und damit auch einer der Seven Summits. Er befindet sich im Khumbu-Himal in Nepal an der Grenze zu China (Autonomes Gebiet Tibet); der westliche und südöstliche seiner drei Gipfelgrate bilden die Grenze. Auf nepalesischer Seite ist er Teil des Sagarmatha-Nationalparks, der zum UNESCO-Welterbe gehört.

Der Berg entstand, wie der gesamte Himalaya, als Folge der Plattentektonik durch die Kollision der indischen mit der eurasischen Platte und ist nach dem britischen Landvermesser Sir George Everest benannt. Edmund Hillary und Tenzing Norgay gelang am 29. Mai 1953 die Erstbesteigung des „dritten Pols“. Am 8. Mai 1978 bestiegen Reinhold Messner und Peter Habeler den Gipfel erstmals ohne zusätzlichen Sauerstoff.

Mount Everest - 50 Jahre Erstbesteigung - Langfassung

Durch ihren "Gipfelsieg" erlangten Tenzing Norgay und Edmund Hillary weltweiten Ruhm. Hillary wurde von Queen Elizabeth II. mit einem "Sir" geadelt und Tenzing Norgay in Nepal als Nationalheld gefeiert. Später wurde der Sherpa zum Direktor des Indian Himalayan Mountaineering Institute ernannt. Doch am Gipfelsieg kamen Zweifel auf.

1. Die wahren Gipfelstürmer?

Am Morgen des 8. Juni 1924 verließen die Bergsteiger George L. Mallory und Andrew C. Irvine ihr Lager in 8170 Metern Höhe für einen letzten Gipfelversuch. Sie waren Mitglieder der dritten britischen Mount Everest-Expedition. Um die Mittagszeit wurden die beiden Bergsteiger dabei beobachtet, wie sie eine der Felsstufen, den so genannten "Second Step", am mehr als 8.500 Meter hohen Nordostgrat überkletterten.

Seitdem waren sie verschollen. Die Frage, ob Mallory und Irvine vielleicht die wahren Erstbesteiger des Mount Everest sind, wird seit mehr als 70 Jahren diskutiert. Ob sie tatsächlich vor ihrem Verschwinden auf dem Gipfel standen, ist jedoch bis heute ungeklärt. Am 1. Mai 1999 finden Mitglieder einer Suchexpedition in 8.200 Metern Höhe die mumifizierte Leiche von George Mallory.

Seit dem immer noch offiziellen Gipfelsieg von Tenzing Norgay und Sir Edmund Hillary vor 50 Jahren haben mehr als 1.200 Bergsteiger den Everest bestiegen. Ein herausragendes Datum war der 8. Mai 1978. An diesem Tag bezwangen der Südtiroler Extrembergsteiger Reinhold Messner und der Tiroler Bergführer Peter Habeler den höchsten Berg der Welt erstmals ohne künstlichen Sauerstoff.

Zweifler und Höhenmediziner, sagten, dass dies unmöglich sei. Selbst wenn die beiden Bergsteiger den Gipfel in der so genannten Todeszone erreichen würden, kämen sie mit schweren Hirnschäden zurück. Beide Alpinisten erfreuen sich heute bester geistiger Gesundheit, auch wenn Reinhold Messner inzwischen den Yeti gesehen hat.

2. General Everest

Obwohl er der höchste unter den Höchsten ist, war für die westliche Welt lange Zeit gar nicht bekannt, dass es den Mount Everest gibt. Der Gigant aus Fels liegt etwas versteckt hinter anderen hohen Bergen. Da Nepal und Tibet ausländischen Landvermessern keinen Zutritt gewährten, blieb er eben unentdeckt.

Um das Jahr 1830 erreichten Landvermesser der Indian Survey den Fuß des Himalaya. Jenseits der Grenze zu Nepal sahen sie gewaltige Gipfel, die weit über die anderen Gebirgsgruppen heraus ragten. Sie glaubten, dass dies die höchsten Berge der Welt sein mussten. Von den hohen Gipfeln beeindruckt, machten sich die britischen Landvermesser daran, ihre Höhe zu ermitteln.

Im März 1856 gab der Surveyor General Andrew Waugh die Ergebnisse jahrelanger Berechnungen bekannt. Gipfel IX, Kangchenjunga genannt, maß 28.156 Fuß und Gipfel XV 29.002 Fuß. Damit war Gipfel X der höchste Berg der Welt. Der Name von Gipfel XV war noch offen. Normalerweise erhielten neu entdeckte und vermessene Himalayagipfel Namen aus der Sprache der einheimischen Bevölkerung.

Aber für diesen gewaltigen Berg wollte der britische Vermessungschef Surveyor General Andrew Waugh keinen einheimischen Namen. Weit verbreitet war der tibetische Name des Berges "Chomolungma", der soviel wie "Große Mutter Erde" bedeutete. Waugh wollte jedoch für den Bergriesen den Namen seines Vorgängers im Amt: Surveyor General Everest.

Dieser Name setzte sich schließlich durch, obwohl es gerade Everest gewesen war, der sich für die einheimischen Namen einsetzte. Im Jahr 1865, ein Jahr vor Everests Tod, entschied sich die Royal Geographical Society offiziell für den Namen Mount Everest für den höchsten Berg der Welt. Das er der Höchste ist, dürfte unumstritten sein, doch wie hoch er genau ist, darüber variieren die Angaben. Lange Zeit war er offiziell 8.848 Meter hoch. Nach neuen Vermessungen ist er angeblich höher: 8.850 Meter.

3. Ein junger Berg in einem jungen Gebirge

Geologisch gesehen ist der Himalaya ein junges Gebirge. Die Ursache für die Entstehung des Himalaya war das Aufeinandertreffen zweier Kontinentalplatten vor etwa 65 Millionen Jahren im frühen Zeitalter des Tertiär. Im Zuge der so genannten Kontinentaldrift stoßen Indien beziehungsweise die Indo-Australische Platte und die Eurasische Platte seitdem mit einer Geschwindigkeit von rund 15 Zentimetern pro Jahr zusammen.

Bis zum heutigen Tag drang Indien dadurch etwa 2.000 Kilometer nach Eurasien vor. Durch diesen Zusammenstoß wurden Gesteine gefaltet, zusammengequetscht und in die Tiefe gedrückt. Zudem wurden ganze Gesteinsschichten bis zu 100 Kilometer weit als so genannte tektonische Decken über andere Schichten geschoben.

Langsam begannen die in die Tiefe gedrückten und übereinander geschobenen Gesteine, wie ein Korken im zähen Honig, aufzusteigen. Vor ungefähr 600.000 Jahren kam es schließlich zu einer zügigen Hebung der Hauptkette des Gebirges bis in seine heutige Höhe.

Der Mount Everest ist nicht nur der höchste Berg im Himalaya, er sieht auch etwas anders aus als andere Bergriesen. Sein Gipfelaufbau ist im Gegensatz zu anderen hohen Bergen nicht vergletschert. Es ist in dieser Höhe einfach zu kalt, als dass sich haftfähiger Schnee bilden könnte. Der trockene, feine Schnee wird vom Wind weggeblasen, so dass kein Gletschereis entstehen kann. Lediglich im so genannten Norten-Couloir konnte der Wind in geschützter Lage den Schnee zu einem kleinen Hängegletscher zusammenpressen.

4. Die Todeszone

Die Dichte der Atmosphäre nimmt mit zunehmender Höhe ab. Gleichzeitig sinkt der Luftdruck. Das kennst Du vielleicht aus dem Urlaub in den Bergen. Man schnauft beim Aufstieg in große Höhen und spricht von "dünner Luft". Der Meteorologe spricht dabei von einem verminderten Sauerstoffpartialdruck. Mit zunehmender Höhe benötigt der Mensch ein Mehrfaches an Sauerstoff, um sich fortzubewegen. Er kann aber, bedingt durch die Luftdruckverminderung, immer weniger aufnehmen.

Das Ergebnis: Die Geh- oder Kletterstrecken, die zwischen zwei Ruhepausen liegen, werden immer kürzer und die Erholungszeiten immer länger. In Höhen über 8.000 Meter wird man kaum weiter als zehn bis 15 Schritte ohne Rast steigen können. In 5.500 Metern Höhe herrscht nur noch etwa die Hälfte des Luftdruckes in Meereshöhe. Auf dem Gipfel des Mount Everest ist es nur noch ein Drittel.

Bis zum Jahre 1978 war die vorherrschende Meinung der Höhenmediziner, dass der Mount Everest nur mit Hilfe von künstlichem Sauerstoff bestiegen werden könne. Im Mai 1978 traten die Tiroler Alpinisten Reinhold Messner und Peter Habeler erfolgreich den Gegenbeweis an.

Ihnen wurde prophezeit, dass sie dort oben ganz einfach ersticken oder als geistig Behinderte zurückkommen würden. Richtig ist, dass ein länger dauernder Aufenthalt in Höhen über 5.500 Meter nicht möglich ist. Ab 7.500 Metern Höhe spricht man von der "Todeszone". Dies bedeutet, dass der Körper selbst in Ruhepausen rasch abbaut und eine dauerhafte Regeneration nicht möglich ist. Ein Aufstieg in noch größere Höhen ist zwar möglich, aber nur für kurze Zeit.

5. Das Volk der Sherpa

Wenn Du an den Mount Everest denkst, verbindest Du damit vielleicht auch das Volk der Sherpa. Aufgrund ihrer enormen Höhentauglichkeit sind diese Menschen ideale Expeditionsteilnehmer. Die wenigsten von ihnen, die als Hochträger oder Bergsteiger an Expeditionen teilnahmen, erreichten jedoch den Bekanntheitsgrad von Tenzing Norgay.

Das Volk der Sherpa ist vor rund 500 Jahren aus seiner osttibetischen Heimat ausgewandert. Warum die Sherpa den kühnen Entschluss fassten, den gewaltigen Gebirgszug des Himalaya zu überqueren, ist bis heute ein Rätsel. Schon ihr tibetischer Name weist auf dieses große Rätsel hin. "Shar" bedeutet Osten und "Pa" heißt Volk.

Die Sherpa sind demnach das Volk aus dem Osten. Ihr ursprüngliches Siedlungsgebiet war Khan in Tibet. Von hier aus zogen 60.000 Menschen mit ihrem Hab und Gut über den 5.700 Meter hohen vergletscherten Nangpa Pass. Ihr Ziel waren die menschenleeren Täler des heutigen Khumbu-Gebietes südwestlich des Mount Everest mit ihren fruchtbaren Böden.

Die Sherpas leben vor allem als Bergbauern und Händler. Die höchsten ihrer Siedlungen findet man auf rund 5.000 Metern Höhe. Trotz kargem und relativ abgeschiedenem Leben legen die insgesamt 25.000 Sherpas großen Wert auf Bildung. Ein Sherpa-Spruch lautet daher: "Wer wenig weiß, ist ein Mensch mit einem Auge, wer viel weiß, hat tausend Augen".

Da es bis vor kurzem noch keine Schulen gab, haben die Sherpa in tibetischen Klöstern lesen und schreiben gelernt. Aber auch das Wissen um die höchsten Berge der Welt und die einzigartige Natur des Himalaya hat die Besteigung der Sechs-, Sieben- und Achttausender durch ausländische Bergsteiger letztendlich erst möglich gemacht.

6. Der Yeti

Der "Yeti" ist ein sagenumwobenes Wesen in den Mythen und Legenden der Menschen im Himalaya. Er wird auch als Schneemensch bezeichnet. Angeblich soll er aussehen wie ein riesiger Affe oder Urmensch. Schon viele Forscher und Abendteurer haben nach dem geheimnisvollen Wesen in den Bergen des Himalayas gesucht. Gefunden wurde der Yeti nie.

Nur der berühmte Extrembergsteiger und Hobby-Yeti-Forscher Reinhold Messner will ihn gesehen haben. Der Bergsteiger meint, der Yeti sei nichts anderes als ein "Dremo", ein Tibet-Bär ist. Dieser Bär sieht aus wie ein Braunbär, hat ein dickes, zotteliges Fell und ist etwa 2,20 Meter groß. Es gibt jedoch Menschen, die daran zweifeln, dass dieser Bär tatsächlich der Yeti aus den Legenden der Himalayabewohner ist.

Britische Forscher der Universität Oxford haben nach eigenen Aussagen einen offenbar überzeugenden Hinweis auf den legendären Schneemenschen Yeti entdeckt. Sie fanden ein Haarbüschel, das sich selbst mit DNA-Analysen keinem bekannten Tier zuordnen lässt.

Die Haare stammen von einem Baum im Himalaya-Staat Bhutan. Der erstaunliche Fund wurde am Institut für Molekularmedizin der Universität Oxford nach neuesten Methoden analysiert. Die Wissenschaftler fanden etwas DNA darin, wissen aber nicht, woher sie stammt.

Die DNA ist weder von einem Menschen, noch von einem Bären oder irgendetwas anderem aus der Tierwelt, das bislang bekannt ist. Noch nie zuvor haben Forscher DNA gefunden, die sie nicht erkennen konnten. Im Jahr 1999 hatte man am Oxforder Institut für Molekularmedizin schon einmal einen angeblichen Yeti-Pelz als Fälschung entlarvt. Bei dem merkwürdigen Fund aus dem Himalaya könnte es sich nach Ansicht einiger Zoologen um eine noch unbekannte Affenart handeln.

via http://www.tk-logo.de - Autor: Dr. Alexander Stahr

0 Comments:

Kommentar veröffentlichen

Links to this post:

Link erstellen

http://www.blogger.com/template-edit.g?blogID=32756251

<< Home

 

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de