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Freitag, Mai 16, 2008

// Marin, Adler und Helmes im vorläufigen Kader

Zugspitze - Die Würfel sind gefallen: Joachim Löw hat am Freitagmittag in der gläsernen "Panorama-Lounge 2962" sein vorläufiges Aufgebot für die EM-Endrunde in Österreich und der Schweiz benannt und dabei für einige Paukenschläge gesorgt.

Dabei berief der Bundestrainer überraschend Rene Adler als Ersatz-Torwart und verzichtete noch überraschender auf Timo Hildebrand vom FC Valencia.

Etwas unerwartet sind auch die drei Zweitliga-Profis Patrick Helmes vom 1. FC Köln sowie Oliver Neuville und als kleine Sensation Marko Marin von Borussia Mönchengladbach dabei.

Der 19 Jahre alte und nur 63 Kilogramm schwere "Zauber-Zwerg" ("Bild") trug mit drei Toren und 13 Vorlagen in 30 Einsätzen wesentlich zum Aufstieg der "Fohlen" bei.

Im Mittelfeld erhielten zudem Jermaine Jones, Tim Borowski, Piotr Trochwoski und David Odonkor den Zuschlag.

26 Spieler im vorläufigen Aufgebot

Allerdings berief Löw insgesamt 26 Spieler für das Trainingslager vom 19. bis 30. Mai nach Mallorca.

Welche drei Profis er bis zum Meldeschluss der Uefa am 28. Mai noch aus seinem Aufgebot streicht, will der 48-Jährige dann nach den Trainingseindrücken entscheiden.

"Wir wollen alle uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten auch ausschöpfen, die Spieler nochmals zu sehen. Am 28. Mai endet das Casting", erklärte der Bundestrainer.

"Hatten Marko schon länger auf der Liste"

Der größe Paukenschlag war sicherlich die Berufung von Youngster Marin. "Wir hatten ihn schon länger auf der Liste, das hat nichts mit dem Ausfall von Bernd Schneider zu tun", sagte Löw.

"Nach jeder Beobachtung kamen positive Rückmeldungen. Er ist besonders in Eins-zu-eins-Situationen stark und frech. Diese Stärke wollen wir nutzen."

Der Gladbacher, der bislang fünf Spiele für die deutsche U21 bestritt, zeigte sich begeistert: "Ich bin überglücklich und konnte es kaum glauben. Das muss ich alles erst einmal verarbeiten. Ich bin auf die zwölf Tage auf Mallorca gespannt."

Hildebrand "geschockt und irritiert"

Gespannt sein dürfte auch Adler, der neben den etablierten Jens Lehmann und Robert Enke das Torhüter-Trio stellt. Schwer verärgert zeigte sich erwartungsgemäß der ausgebootete Hildebrand.

"Ich bin überrascht, geschockt, auch irritiert", sagte der Keeper des FC Valencia.

"Klar bleibt mir jetzt nichts anderes übrig, als diese Entscheidung so hinzunehmen wie sie ist. Und selbstverständlich muss ich sie auch akzeptieren. Aber verstehen oder gar nachvollziehen kann ich sie nicht."

Löw zeigte für den Unmut Verständnis: "Alle Spieler, denen wir abgesagt haben, waren schon schmerzlich enttäuscht, weil sie intensiv um ihre Teilnahme gekämpft haben. Es ist klar, dass Timo Hildebrand insbesondere tief enttäuscht ist. Was das für seine weitere Karriere bedeutet, wollen wir mal offen lassen."

Metzelder und Westermann dabei

Den Abwehrblock des deutschen Teams bilden die bewährten Kräfte Per Mertesacker aus Bremen, die Münchner Außenverteidiger Philipp Lahm und Marcell Jansen sowie der Berliner Arne Friedrich und Christoph Metzelder.

Letzterer hatte am vergangenen Sonntag nach sechsmonatiger Pause wegen einer Fußsohlenverletzung sein Comeback für Real Madrid gegeben.

Dazu stoßen wie erwartet der Schalker Defensivallrounder Heiko Westermann und Rechtsverteidiger Clemens Fritz aus Bremen, der auch offensivere Positionen auf der rechten Seite bekleiden kann.

Borowski kehrt zurück

Die Mittelfeldbesetzung wird angeführt von Kapitän Michael Ballack, der erst nach dem Champions-League-Finale seines FC Chelsea am 21. Mai gegen Manchester United nach Mallorca nachreisen wird.

Torsten Frings kehrt nach langwierigen Knieproblemen in den Kreis der deutschen Auswahl zurück. Auf Thomas Hitzlsperger aus Stuttgart, den Leverkusener Simon Rolfes, Bastian Schweinsteiger von Meister Bayern München und den wieder erstarkten Bremer Tim Borowski zählt Löw ebenso.

"Er hat uns schon in den letzten Bundesligawochen überzeugt. Er hatte eine schwere Phase, war längere Zeit aus seinem Rhythmus raus. Jetzt hat er aber wieder zu seiner Form gefunden", begründete der Bundestrainer.

Mit Jones, Trochowski und Odonkor

Aber aufgrund der Aufstockung des Kaders schafften auch die "Wackelkandidat" Piotr Trochowski vom Hamburger SV, Jermaine Jones von Schalke 04 sowie David Odonkor von Betis Sevilla den Sprung.

Platz fünf und sechs im Sturm neben den Münchnern Miroslav Klose und Lukas Podolski, Mario Gomez aus Stuttgart und dem Schalker Kevin Kuranyi besetzen der Mönchengladbacher Konterangreifer Neuville und Helmes.

Der Kölner profitierte nicht nur von seinen 17 Treffern und einem beeindruckenden Endspurt in der Zweiten Liga, sondern auch von seiner zusätzlichen Einsetzbarkeit im offensiven Mittelfeld.

Tor: Jens Lehmann (Arsenal London), Robert Enke (Hannover 96), Rene Adler (Bayer Leverkusen)

Abwehr: Arne Friedrich (Hertha BSC), Philipp Lahm, Marcell Jansen (beide Bayern München), Per Mertesacker, Clemens Fritz (beide Werder Bremen), Christoph Metzelder (Real Madrid), Heiko Westermann (Schalke 04)

Mittelfeld: Michael Ballack (FC Chelsea), Torsten Frings, Tim Borowski (beide Werder Bremen), Thomas Hitzlsperger (VfB Stuttgart), Simon Rolfes (Bayer Leverkusen), Bastian Schweinsteiger (Bayern München), Piotr Trochowski (Hamburger SV), Jermaine Jones (Schalke 04), Marko Marin (Borussia Mönchengladbach), David Odonkor (Betis Sevilla)

Sturm: Miroslav Klose, Lukas Podolski (beide Bayern München), Mario Gomez (VfB Stuttgart), Kevin Kuranyi (Schalke 04), Oliver Neuville (Borussia Mönchengladbach), Patrick Helmes (1.FC Köln)

via tiscali

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