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Montag, Mai 26, 2008

// Talentfinder

Kommt die Rede auf das neue SportsLab des 1.FC Köln, gerät Cheftrainer Christoph Daum ins Schwärmen:"Weltweit einmalig" sei das elektronische
Scouting-System, das am GBH seit Kurzem seinen Dienst tut.

Dabei liegt der Fokus nicht auf Ligen wie England oder Spanien. Dementsprechend zeichnet der FC im SportsLab Begegnungen aus Polen, Rumänien oder auch Argentinien auf, aber auch Spiele von Turnieren der
Junioren-National-Teams. Die Geißböcke wollen Talente aufspüren, ehe sie
in den Fokus der Konkurrenz geraten.

Menschliches Herzstück des Projektes sind rund 25 Sportstudenten, die zwecks Analyse und Auswertung täglich stundenlang vor den Rechnern sitzen. Zwei Bedingungen müssen die Studenten erfüllen: Sie selbst müssen mindestens auf Bezirksliga-Niveau kicken und die Landessprache der durch sie betreuten Liga sprechen.Schließlich verbergen sich im TV-Kommentar wert-
volle Informationen.

Schon heute haben die Computer-Scouts 10.000 Spiele erfasst und geradezu seziert. Dabei werden regelrechte Dossiers zu den einzelnen Spielern angelegt, praktisch eine weltweite Rasterfahndung. Sucht der FC dann einen LV, der über eine gute Spieleröffnung und ein starkes Kopfballspiel verfügt, stehen per Mausklick sofort alle relevanten Szenen eines Kandidaten bereit.
So kann sich der Trainer sofort ein umfassendes Bild machen.
Natürlich zieht der FC weitere Erkundigungen ein und lässt Probanden auch
live vor Ort beobachten.

Neben dem Scouting wird das SportsLab bei der Videoanalyse und dem Aufbau einer Datenbank zum Einsatz gebracht.
CD hat das Projekt initiert und energisch vorangetrieben. Es steht noch am Anfang, soll aber ständig optimiert weden. Das SportsLab, geleitet von
Boris Notzon, bleibt beim 1.FC Köln, auch wenn Daum den Club mal verläßt.

Viel Geld hat der FC wohl für das SportsLab in die Hand genommen. Satelliten-
schüsseln wurden installiert, Decoder angeschafft, Glasfaser gelegt, riesige
Netzwerk-Speicher angelegt. Sponsoren haben dabei geholfen, dennoch verschlingt dieses Projekt eine beachtliche Summe. Wenn es gelingt, Flops
zu vermeiden und den einen oder anderen Rohdiamanten aufzuspüren, zahlt
sich das Investment auf jeden Fall aus.

Artikel über das Sportslab:

Der 1. FC Köln hat im Lizenzspielerbereich die Abteilung SportsLab installiert und die Abteilung in enger Kooperation mit der NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH weiter ausgebaut.

Das SportsLab unterstützt das Trainerteam um Christoph Daum unter anderem mit innovativen Spielanalysemethoden bei der Spielvorbereitung und -nachbetrachtung. Seit dem 1. Januar 2008 ist NetCologne offizieller Namensgeber des SportLab. Das Kölner Telekommunikationsunternehmen hat in den vergangenen Monaten eine optimale technische Infrastruktur für das Projekt geschaffen.

Hochmodernes SportsLab

Die im NetCologne SportsLab eingesetzte Hardware wurde von "Kramer & Crew" gesponsort. Der IT-Spezialist rüstete das SportsLab komplett mit Rechnern und Bildschirmen aus. Ein weiterer Partner ist die Open Source Factory GmbH, die mit dem Sendemitschnitt- und Archivsystem Xeatre.tv die Videoaufzeichnungs-Software zur Verfügung gestellt hat.

FC-Präsident Wolfgang Overath über das NetCologne SportsLab: "Wir sind sehr stolz, dass wir das Projekt "SportsLab´" in dieser Form als erster Club vorweisen können und bedanken uns bei den Partnern NetCologne, Kramer & Crew und Xeatre.tv für die hervorragende Unterstützung. Ich bin davon überzeugt, dass es dem FC auf Dauer mit Sicherheit helfen wird."

Das NetCologne SportsLab des 1. FC Köln hat es sich zur Aufgabe gemacht, neueste Technologien zu beobachten, einzusetzen und sich diese für den Fußballsport zu Nutze zu machen. Das SportsLab-Projekt startete im Februar 2007 und ist seitdem als modernes Informationssystem zur Unterstützung von Lizenzspielerabteilung, Management, Scouting und Jugendnachwuchs in den Gesamtverein eingebunden.

Hauptaugenmerk auf drei Bereichen

Das Hauptaugenmerk des NetCologne SportsLab liegt auf drei Bereichen:

1. SportsLab-Videoanalyse

In England ist es bereits seit einigen Jahren Standard, die Videoanalyse in die tägliche Arbeit des professionellen Fußballsports einzubeziehen. Der 1. FC Köln ist hier Vorreiter in Deutschland und setzt die Videoanalyse im Verein dauerhaft um.

Hierzu zählen Analysen der eigenen Mannschaft, der Gegner oder einzelner spezieller Spieler, um die sportlich Verantwortlichen mit den bestmöglichen Informationen zu unterstützen.

2. SportsLab-Spielstatistik

Hierbei geht es um die Erstellung von Spielstatistiken, Einzelspielerstatistiken und Performance-Diagrammen als Informationsbasis für das Trainerteam.

Es sollen Rückschlüsse auf Einzelmerkmale wie Ballbesitz, Fehlpassquote, Zweikampfquote, Flanken, lange Bälle etc. gezogen werden können. Auch wird so eine Statistikvorschau zu kommenden Gegnern ermöglicht.

3. SportsLab-Datenbank

Ziel ist es, ein weltweites Netzwerk aufzubauen, das nachhaltig detaillierte Informationen zu den verschiedenen Ligen, Vereinen und Spielern liefert und diese in einer zentralen Datenbank speichert.

Von den Verantwortlichen können so sämtliche zur Verfügung stehenden Daten und Informationen zu den einzelnen Ligen, Vereinen und Spielern direkt abgerufen werden.

via 1A-Sport

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