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Dienstag, Juni 10, 2008

// EM - INTERMEZZO

Perfekter Start für Portugal
Mit einem hochverdienten Sieg ist Mitfavorit Portugal in die Europameisterschaft gestartet. Durch die Treffer von Pepe und Raul Meireles siegt die Elf von Trainer Scolari mit 2:0 über die Auswahl der Türkei.

Cristiano Ronaldo hat sich mit dem Geheimfavoriten Portugal als Titelanwärter bei der EURO 2008 empfohlen. Vier Jahre nach der 0:1-Niederlage gegen Griechenland im Finale von Lissabon startete die Seleccao mit einem hochverdienten 2:0 (0:0) gegen die Türkei in die 13. EM-Endrunde.
Die Treffer für die Portugiesen erzielte allerdings nicht Superstar Ronaldo, sondern es trafen der aufgerückte Pepe und Raul Meireles. Nach einem Doppelpass mit Mannschaftskapitän Nuno Gomes war Innenverteidiger Pepe, der beim spanischen Meister Real Madrid den deutschen Nationalspieler Christoph Metzelder aus der Mannschaft verdrängt hat, in der 61. Minute erfolgreich. Raul Meireles erhöhte in der Nachspielzeit auf 2:0 (90.+3).

Portugal war vor 29.106 Zuschauern im Stade de Geneve überlegen und hätte weitaus höher gewinnen können. Unter den zahlreichen Chancen waren aber auch ein Pfostenschuss von Nuno Gomes (50.), ein an den Pfosten gelenkter Freistoß von Ronaldo (38. ) und ein Kopfball an die Latte von Nuno Gomes (65.). Dazu kam ein weiterer Treffer von Pepe (17.), dem der ansonsten tadellose deutsche Schiedsrichter Herbert Fandel (Kyllburg) zu Unrecht wegen einer angeblichen Abseitsstellung die Anerkennung verweigerte.


Deutsch-polnisches Feingefühl
Lukas Podolski wird nach seiner überragenden Leistung gefeiert. Die Mitspieler
mussten für den Stürmer mitarbeiten, sind aber voll des Lobes für den Doppel-Torschützen. Bundestrainer Joachim Löw zeigte sich gefasst zufrieden.


Es muss sich angefühlt haben wie ein Treffer ins eigene Tor, vielleicht sogar ins eigene Herz, und wahrscheinlich war es auch genau das. Wohl deshalb tat sich Lukas Podolski so schwer, seine Tore für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zum Sieg über Polen zu feiern. Dabei war das 2:0 (1:0) im ersten EM-Gruppenspiel zum großen Teil sein persönlicher Triumph.
Doch Podolski, vor 23 Jahren im schlesischen Gliwice (Gleiwitz) geboren, fühlt sich dem Land seiner Herkunft noch immer verbunden, große Gesten konnte er sich da am Sonntagabend in Klagenfurt nicht zugestehen. Lieber schlug er die Hände vors Gesicht und genoss den Augenblick.
„Ich habe großen Respekt für das Land Polen, und diesen Respekt habe ich nach meinen Toren gezeigt“, sagte Podolski. Dennoch fiel das Echo aus der zweiten Heimat nicht nur positiv aus: Die Zeitung „Gazeta“ fragte vorwurfsvoll: „Lukas, wie konntest du das tun?“, was ja noch vergleichsweise freundlich war - Polens Boulevard hatte in den Tagen vor dem Spiel, begleitet von drastischen Fotomontagen, glatt die Enthauptung von Bundestrainer Löw und Kapitän Michael Ballack gefordert.


Oranje demontiert den Weltmeister
Mit einer Weltklasseleistung hat die niederländische Nationalmannschaft Weltmeister Italien entzaubert. Die Squadra Azzurra ging sang und klanglos mit 0:3 unter. Für den Weltmeister war es die höchste EM-Niederlage aller Zeiten.

Vor dem ersten Duell zweier Schwergewichte in der gerne mal als mörderisch schwer bezeichneten Gruppe C hat Trainer Roberto Donadoni den Mund ziemlich voll genommen und die Favoritenrolle eindeutig für seine Mannschaft reklamiert: „Wir sind Italien, und unsere Erfolgsgeschichte spricht für sich selbst“, tönte er.

Da war er wohl ein bisschen voreilig. Denn der Gegner aus den Niederlanden erwies sich als ausgemachter Spielverderber. Nach 90 packenden Minuten im Stade de Suisse zu Bern hatte die Mannschaft von Trainer Marco van Basten den amtierenden Weltmeister nach allen Regeln der Kunst auseinander genommen und entzaubert, am Ende hieß es 3:0 (2:0).
Es war eine Demonstration der Stärke, es war ein Sieg des Willens und des Hungers. Die Elftal hatte freilich auch das Glück, den Hamburger Spielmacher Rafael van der Vaart in ihren Reihen zu wissen. Der Regisseur zog geschickt die Fäden und bereitete die ersten beiden Treffer vor.


Ideenlose Franzosen
Der Auftakt in der sogenannten Todesgruppe C bei der Europameisterschaft verlief enttäuschen und ohne Tore. Der Vize-Weltmeister aus Frankreich hatte dem Abwehrbollwerk der Rumänen nichts entgegen zu setzen.

Für Unbeteiligte mag der Begriff Todesgruppe ja verheißungsvoll klingen, verbirgt sich hinter dieser Wortschöpfung doch die Hoffnung auf großen Fußball. Für die Protagonisten kann eine Todesgruppe jedoch ein lähmendes Gefühl der Furcht auslösen. Diesen Eindruck hinterließen jedenfalls die Rumänen und die Franzosen, die gemeinsam mit Italien und Holland um die Platzierungen in Gruppe C streiten. Ein 0:0 kam heraus, „wir haben mit etwas Angst gespielt“, sagte Frankreichs Trainer Raymond Domenech nach diesem bislang niveauärmsten Spiel der Fußball-Europameisterschaft.

Die vielen Rumänen im Stadion jubelten trotzdem, als der Abpfiff ertönte. Sie hatten genau auf ein solches Spiel gehofft. Trainer Victor Piturca freute sich über „einen Erfolg“, sein Team sei nun „weiter im Turnier“. Wie das alles aussah, war ihm herzlich egal. Ioan Lupescu, der Generalsekretär des nationalen Verbandes, hatte schließlich schon vorher verkündet, „die Franzosen haben genauso so eine Angst vor uns wie wir vor ihnen“.

Mon Dieu, was für ein Schrott-Fußball!
Enttäuschend waren gegenüber aller Erwartung nicht nur die "Großen" Frankreich und Italien, sondern auch Tschechien die in der Vergangenheit ihre Turnier-Spiele professionell absolvierten.

Man darf nun auf die Gruppe D gespannt sein - Favoriten dieser Gruppe sind derzeit Spanien und der amtierende Europameister Griechenland unter "Otto Rehakles".

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